Feminismus der Gegenwart
Beate Hausbichler
3. und 10. Juni 2025
jeweils 18:00 bis 19:30 Uhr, pünktlich
Geht es in feministischen Debatten
nur mehr um maximale Aufregung
und knackige Social-Media-Botschaften?
Seit gut 15 Jahren erlebt der Feminismus einen regelrechten Hype. Zeitgleich mit dem Aufstieg von sozialen Medien konnte sich der Feminismus über weite Strecken seines schlechten Images entledigen, nicht zuletzt, weil immer mehr Prominente ihr persönliches Profil zunehmend mit politischen Botschaften entlang von Feminismus und Diversität ausschmückten. So wurde Feminismus auch zu einem gut vermarktbaren Label.
Ein zusätzlicher feministischer Schwung kam durch die erstmal weltweit erreichte mediale Aufmerksamkeit für sexualisierte Übergriffe durch #MeToo. In den Vorlesungen werden wir einerseits den jüngeren Entwicklungen rund um diese politische Bewegung nachgehen, andererseits fragen, welche geschlechterpolitischen Debatten zuletzt besonders wichtig wurden (Stichwort: Identitätspolitik) und klären, worum es in diesen Debatten überhaupt genau geht.
Beate Hausbichler, geboren 1978 in Reith im Alpbachtal (Tirol), lebt in Wien. Sie hat Philosophie an der Universität Wien studiert und ist seit 2008 Redakteurin bei der österreichischen Tageszeitung DER STANDARD, seit 2014 leitet sie deren frauenpolitisches Ressort dieStandard. 2021 erschien ihr Buch Der verkaufte Feminismus. Wie aus einer politischen Bewegung ein Label wurde und 2023 Geradegerückt. Vorverurteilt, skandalisiert, verleumdet: Wie die Biografien prominenter Frauen verzerrt werden (gemeinsam mit Noura Maan).
Anmeldung (für einzelne oder alle Vorlesungen) unter:
Österreichische Gesellschaft für Politische Bildung
gesellschaft@politischebildung.at